Wie formatiere ich eine Festplatte (richtig)? Windows 7 / Vista / XP
22. Dezember 2011
Vorwort
Diese Anleitungen soll vor allem Einsteigern helfen und einen ersten Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formate und Formatierungsarten geben. Ich bemühe mich sehr dabei kurz und verständlich zu bleiben
Warum FORMATIEREN?
Der bekanntesten Gründe seine Festplatte zu formatieren, dürften wohl ein zerschossenes Windows, Virenbefall sein aber auch einfach der Neuanfang bzw. Neukauf von Hardware. Sollte man sich von einer alten Installation verabschieden nicht vergessen: Datensicherung!
Welches Format (Dateisystem) ist für meine Festplatte das Beste??
Die Frage ist nur über den Anwendungsbereich zu beantworten. Man glaubt nicht worin heutzutage überall Festplatten verbaut sind. Entsprechend ist das Format zu wählen. Möchte man bspw. die Festplatte im Festplattenrekorder verwenden wird hier meist ein vom Hersteller vorgegebenes Format verwendet bzw. vorgeschrieben, mitunter auch sehr exotische Formate wie HPFS.
Die gängigsten sind aber:
- FAT32 – max. 8 TiB | 268.435.456 max. Anzahl Dateien
- NTFS – max. 256TiB | 4.294.967.295 max. Anzahl Dateien
Logisch wäre hier natürlich das Dateisystem mit den besseren Werten zu wählen. In diesem Fall ganz klar NTFS. Leider sehen das viele Firmen anders und bevorzugen das “gute alte” FAT32.
Auch sind mit NTFS keine älteren Installation wie etwa Windows 95/98/ME möglich. Zudem versteht sich NTFS nur mühsam mit anderen Systemen wie etwa MacOS oder Linux.
Hier also ein kleiner Überblick der Formate passend zum Betriebssystem:
- FAT32: Windows 97,98,ME,NT,2000,XP,Vista,7 und als Nichtsystempartition unter Mac OS (ab Tiger?), Linux (ab ?), Web Os?
- NTFS: Windows NT (4?), 2000, XP, Vista, 7, 8 sowie als Nichtsystempartition unter Linux via Zusatztools.
Wie unschwer zu erkennen ist, empfiehlt sich für moderne Windowsysteme NTFS, Verfechter der guten alten Weichwaren greifen aufs ebenso alte FAT32 zurück.
Defragmentieren
Ein altbekanntes und zeitaufwendiges Problem unter FAT32 ist die Fragmentierung der Festplatte/Dateien. Denn, entstehen Lücken auf der Festplatte – etwa durch löschen von Dateien – so werden diese wieder mit neuen Dateien aufgefüllt. Gleich ob die Lücke groß genug für die neue Datei ist. Bietet die Lücke eben nicht genug Platz so wird die restliche Datei hinten dran gesetzt und dabei aufgeteilt (fragmentiert). Somit springt der Lesekopf mit der Zeit immer öfter und auch hörbar hin und her, wass die Zugriffszeiten in die länge zieht.NTFS besitzt ein ausgeklügeltes Dateimanagement um der Fragmentierung entgegenzuwirken. Sollte jedoch Fragmentierungen stattfinden werden diese später automatisch optimiert. Ein manuelles Defragmentieren ist somit so gut wie überflüssig.
Fazit
Wer Dateien nicht größer als 2GB/Datei hat und großen Wert auf Kompatibilität legt sollte klar zu FAT32 greifen. Wer allerdings viele und große Dateien (>2GB) mit sich rumträgt, greift lieber zu NTFS. Für alle Linux- und MAC Besitzer stellt FAT32 bei externen Geräten kein Problem dar. Wobei ich hier auch nochmal betonen möchte, dass sich dieser Artikel an Einsteiger richtet (bevor ihr mich richtet
.
Über Exoten schreibe ich im zweitem Teil
stay pressed!
9. Januar 2012 um 14:03
Schoener Blog, gefaellt mir sehr gut. Auch schoene Themen.